Neues aus dem Treuhandbereich

Tod des Praxisinhabers: was tun?

Der Tod eines nahen Angehörigen ist für die Betroffenen zuerst einmal ein schmerzhafter Abschied. Zudem steht gleichzeitig ein grosser organisatorischer und administrativer Aufwand an. Insbesondere, wenn es sich bei der verstorbenen Person um den Inhaber einer Arztpraxis handelt. Die nachfolgenden Informationen sollen als Hilfestellung in dieser komplexen Situation bei Einzelunternehmern dienen. Tod des Praxisinhabers: wer muss informiert werden Innerhalb von zwei Tagen müssen folgende zuständigen Behörden über den Todesfall informiert werden: das Zivilstandsamt des Sterbeortes oder das Bestattungsamt am Wohnort der verstorbenen Person Dort müssen folgende Unterlagen (falls vorhanden) müssen vorgelegt werden: Ärztliche Todesbescheinigung oder Todesmeldung Personalausweis/Pass/Identitätskarte Niederlassungsbewilligung/Aufenthaltsbewilligung (bei [...]

Schweizer Zahlungsverkehr wird modernisiert

Alle Unternehmen, aber auch Privatpersonen sind betroffen. Unter dem Namen ISO 20022 wird der internationale Standard für den Zahlungsverkehr im SEPA -Raum ( Single Euro Payments Area ) bis 2020 schrittweise umgesetzt: Schweizer Überweisungsverfahren werden an europäische Standards angeglichen. Das Schweizer Lastschriftverfahren wird angepasst und mit der neuen E-Rechnung kombiniert. Die Prozesse werden digitalisiert , daher wird der herkömmliche Einzahlungsschein durch den Swiss QR-Code abgelöst. Ein neuer Einheitsbeleg wird als Ersatz für die bisherigen Einzahlungsscheine eingeführt. Für Firmen bedeutet dies: Neben der IT-müssen auch die Bankverbindungen, Stammdaten von Kunden und Lieferanten, Vertrags- und Rechnungsdokumente, Formulare und vieles mehr analysiert und [...]

Elektronische Behördengänge mit EasyGov

EasyGov –- so heisst der Online-Schalter für Unternehmen in der Schweiz –- optimiert administrative Verfahren: Für Jungfirmen wird es einfacher die obligatorischen Anmeldungen bei den Sozialversicherungen, beim Handelsregister und bei der Mwst. vorzunehmen. Bestehende Unternehmen können über EasyGov Behördengänge, wie z.B. Mutationen im Handelsregister, erledigen. In den kommenden Jahren werden weitere elektronische Leistungen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden in das Portal integriert. Die am meisten nachgefragten Abläufe sollen bis Ende 2019 verfügbar sein. EasyGov. Quelle: Treuandsuisse Up/date Ausgabe April 2018

7 Pflichten und 4 Rechte von Verwaltungsräten

Ein Verwaltungsrat (VR) hat Rechte aber auch Pflichten. Daraus ergeben sich auch Risiken. Der VR trägt die Hauptverantwortung für ein Unternehmen und ist das oberste Aufsichts- und Gestaltungsorgan einer AG . VRs werden durch die Generalversammlung gewählt. Der VR … : ist Aufsichts- und Strategieorgan. übt die operative Geschäftsleitung aus. Üblicherweise beauftragt er damit aber einen Dritten. 7 unentziehbare und unübertragbare Aufgaben von Verwaltungsräten Oberleitung der Gesellschaft: Der VR legt die strategischen Ziele fest und formuliert hierzu Leitlinien in Form von Weisungen (konkrete Handlungsanweisungen werden auf Geschäftsleitungsebene ausgearbeitet). Mit Kontrollmechanismen (Kennzahlen, Zielvorgaben, Meilensteine etc.) überprüft er die Ziele. Festlegen [...]

Handwerker: unbezahlte Rechnung – was tun?

Was tun, wenn die Rechnung nicht bezahlt wird? Handwerker können sich mit dem Bauhandwerkerpfandrecht schützen. Erhalten Sie als Handwerker den Auftrag vom Architekten und der Hauseigentümer begleicht die Rechnung nicht, können Sie zur Sicherung ihrer Forderung die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechtes verlangen. Das gilt auch, wenn der Hauseigentümer den vollen Rechnungsbetrag bereits dem Architekten überwiesen hat. Diese Möglichkeiten hat der Handwerker Das Gesuch müssen Sie beim Bezirksgericht innert vier Monaten nach Abschluss der Arbeiten einreichen. In den Kantonen Aargau, Bern, St. Gallen und Zürich ist ab einem Streitwert von 30'000 Franken das Handelsgericht zuständig, sofern beide Parteien im Handelsregister eingetragen sind. [...]

EU-Datenschutz: 7 Vorgaben

Auch KMU in der Schweiz sind von der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU betroffen. Ob ihr Unternehmen in den Anwendungsbereich der DSGVO fällt, hängt davon ab, ob sich die natürlichen Personen, deren Daten Sie verarbeiten, in der EU befinden oder ob Sie beabsichtigen Personen im EU-Raum anzusprechen. Ist dies der Fall, müssen Sie ab dem 25. Mai 2018 diese 7 gesetzlichen Vorgaben einhalten, ansonsten drohen Geldbussen: Personen deren Daten verarbeitet werden, müssen informiert und deren Einwilligung eingeholt werden. „Privacy by Design“* und „Privacy by Default“** müssen garantiert sein. Es muss ein Vertreter in der EU benannt werden. Ein Verzeichnis [...]

Weiterbildung: Diese Kosten können Sie abziehen

Bis 12‘000 Franken können Sie pro Jahr steuerlich abziehen. Aber Achtung, das gilt nicht für alle Weiterbildungen. Seit 2016 werden Weiterbildungen, die steuerlich abgezogen werden können , etwas weiter gefasst. Mussten sie früher einen direkten Zusammenhang mit der Berufstätigkeit haben, sind heue alle Arten von berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten abzugsfähig. Das gilt auch für die Kosten für Umschulungen oder Aufwendungen für den Wiedereinstieg. Die Obergrenze liegt bei der direkten Bundessteuer bei 12‘000 Franken . In den meisten Kantonen gilt diese Obergrenze auch für die Staats- und Gemeindesteuern. Abzüge erst ab Tertiärstufe möglich Diese neue Regelung gilt aber nur für die [...]

Mehrwertsteuer: Neuerungen auf den 1. Januar 2018

Das neue Jahr bringt verschiedene Änderungen bei der Mehrwertsteuer. Weil gleichzeitig auch die Steuersätze sinken, sind alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen betroffen. Saldo- und Pauschalsteuersätze sind beliebt, weil sie die Abrechnung vereinfachen. Per 1. Januar 2018 werden auch acht der zehn Saldosteuersätze reduziert. Die neuen Saldosteuersätze finden sich unter estv.admin.ch, Rubrik Mehrwertsteuer. Ein allfälliger Wechsel vom Saldosteuersatz zur effektiven Variante ist bis Ende Februar 2018 möglich. Ab 1. Januar 2018 ist es obligatorisch, die neuen Mehrwertsteuersätze auf den Rechnungen aufzuführen. Unternehmen kommen nicht darum herum, auf eine saubere Abgrenzung zu achten und die neuen Sätze nur für Leistungen ab dem 1. Januar [...]

Neues Berechnungsmodell bei Teilerwerb und Invalidität

Auch in Zukunft sollen die gesundheitlichen Einschränkungen einer Person in der Erwerbsarbeit und in der Haus und Familienarbeit separat erfasst werden. Neu sollen für die Festlegung des Invaliditätsgrads von Teilerwerbstätigen die gesundheitlichen Einschränkungen in den beiden Aufgabenbereichen aber gleich stark gewichtet werden. Die neue Berechnungsart trägt so zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Zudem erfüllt sie die Anforderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, wonach die Berechnung zur Invaliditätsbemessung nicht diskriminierend ausgestaltet sein darf. Die Änderung der Verordnung über die Invalidenversicherung soll auf den 1. Januar 2018 in Kraft treten, damit eine rasche Klärung der Rechtslage sowie eine [...]