Neues aus dem Treuhandbereich

Neue Mehrwertsteuersätze ab 1. Januar 2018

Welche Massnahmen müssen Sie hinsichtlich der Mehrwertsteuersatz-Änderungen ergreifen? Rechnungsstellung : Massgebend für den anzuwendenden Steuersatz ist der Zeitpunkt respektive der Zeitraum der Leistungserbringung und nicht etwa das Datum der Rechnungsstellung oder der Zahlung. Leistungen, die zu den alten Sätzen steuerbar sind, und Leistungen, die zu den neuen Sätzen steuerbar sind, dürfen in der gleichen Rechnung aufgeführt werden. Das Datum oder der Zeitraum der Leistungen müssen jedoch aus der Rechnung klar ersichtlich sein. Werden die Leistungen der beiden betroffenen Jahre nicht klar abgegrenzt, ist die Gesamtleistung zum alten Satz steuerbar. Periodische Leistungen (zum Beispiel ein Zeitungsabonnement) die über den Zeitpunkt der [...]

Reduzierte Saldosteuersätze ab 1. Januar 2018

Bisherige Sätze Sätze ab 1.1.2018 Veränderung Bisherige Sätze Sätze ab 1.1.2018 Veränderung 0,1% 0,1% 0.0% 0,6% 0,6% 0.0% 1,3% 1,2% -0.1% 2,1% 2,0% -0.1% 2,9% 2,8% -0.1% 3,7% 3,5% -0.2% 4,4% 4,3% -0.1% 5,2% 5,1% -0.1% 6,1% 5,9% -0.2% 6,7% 6,5% -0.2% Wir empfehlen Ihnen, sich frühzeitig mit der bevorstehenden Änderung auseinanderzusetzen und die nötigen Schritte entsprechend einzuleiten. Bitte zögern Sie nicht uns bei allfälligen Fragen zu kontaktieren.

Steuerberatung – achten Sie auf Qualität!

Ist Ihnen das Ausfüllen der Steuererklärung jedes Mal eine lästige Übung, dann überlassen Sie dies einem Steuerberater. Wichtig ist, sich vor der Auswahl genau zu informieren. Wenn Sie einfach das günstigste Angebot wählen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Dies zeigt ein Test der Sendung „Kassensturz“. Dieser untersuchte die Qualität von Steuerberatern, die im Internet mit besonders günstigen Angeboten warben. Nur einziger bestand den Test, es war ein Mitglied des Verbandes Treuhand Suisse. Die meisten getesteten Berater erkannten die in der Steuererklärung eingebauten Fehler nicht. Wären diese fiktiven Steuererklärungen so eingereicht worden, hätte das für den Steuerpflichtigen schwerwiegende finanzielle [...]

Begrenzung des Fahrtkostenabzugs

Bei der direkten Bundessteuer wurde per 1.1.16 eine Begrenzung des Fahrtkostenabzugs (auch Pendlerabzug genannt) auf CHF 3'000 pro Jahr bei Unselbständigen eingeführt. In einigen Kantonen wurde oder werden die Fahrkosten ebenfalls begrenzt. Dies wird in der Steuererklärung für das Jahr 2016 erstmals wirksam. Übersteigen die Kosten für den Arbeitsweg den Maximalabzug von CHF 3’000 (bei der direkten Bundessteuer), wird verlangt, dies auf das steuerbare Einkommen aufzuschlagen. Dies ergibt rechnerisch eine Erhöhung des Einkommens. Beispiel: 20 km x 2 Fahrten x 220 Arbeitstage x CHF 70 = CHF 6'160 minus Maximalabzug CHF 3'000 = CHF 3'160. (Je nach Kanton wird [...]

Vorlagen zur Altersvorsorge abgelehnt

Die Schweizer Bürger waren sowohl mit der Vorlage zur Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, wie auch der Reform der Altersvorsorge 2020 nicht einverstanden. Dieser Entscheid hat zur Folge, dass per neuem Kalenderjahr die MWST-Sätze reduziert werden. Es gelten folgende MWST-Sätze ab dem 1. Januar 2018 : Normalsatz bisher 8% neu 7.7% Sondersatz bisher 3.8% neu 3.7% Reduzierter Satz bleibt bei 2.5% Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat auf ihrer Website die MWST-Info 19 «Steuersatzänderung per 1. Januar 2018» publiziert. Bitte beachten Sie, dass ab dem 4. Quartal 2017 und ab dem 2. Semester 2017 neue Abrechnungsformulare zur Anwendung gelangen. [...]

Entlastung für Unternehmer bei der AHV-Meldung

Seit dem 1. Juni 2016 müssen Arbeitgeber den AHV-Ausgleichskassen neu eintretende Mitarbeiter nicht mehr systematisch innert 30 Tagen ab Stellenantritt melden . Die Anmeldung hat spätestens anlässlich der Lohnabrechnung zu Beginn des Folgejahres zu erfolgen. Ebenfalls aufgehoben wird der bisher zuhanden des Versicherten ausgestellte Versicherungsnachweis, womit der Anschluss bei der AHV-Ausgleichskasse bestätigt wurde. Quelle: Treuandsuisse Up/date Ausgabe 2/16

Scheidung: Aufteilung der Vorsorgeguthaben

Ab 1.1.17 werden die Guthaben aus der beruflichen Vorsorge bei einer Scheidung oder bei einer Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft gerechter aufgeteilt. Wie bisher gilt im Scheidungsfall der Grundsatz der hälftigen Teilung der in den Pensionskassen angesparten Altersguthaben. Neu gilt aber: Massgebender Zeitpunkt ist die Einleitung der Scheidung und nicht mehr das Ende des Scheidungsverfahrens. Wer selber keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist , hat die Option, das Austrittsguthaben an die Auffangeinrichtung BVG zu überweisen und die bei der Scheidung erhaltene Austrittsleistung in eine Rente umzuwandeln (Berechnung des Ausgleichsguthabens auf hypothetischer Austrittsleistung oder Teilung der vorhandenen Rente des einen Ehegatten und Umrechnung in [...]

MWST bei Dienstleistungen aus dem Ausland

Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland, die in der Schweiz nicht mehrwertsteuerpflichtig sind, unterliegen der Bezugssteuer zum aktuellen MWSt-Satz von 8 Prozent. Diese wird fällig, sofern die Leistung dem Empfängerortprinzip unterliegt und sich der Ort der Leistung im Inland befindet. Dies können Beratungsdienstleistungen von Anwälten, Umsetzungen von Werbeaufträgen, administrative Leistungen, Personalverleih oder auch das Abtreten und Einräumen von immateriellen Rechten (Lizenzgebühren, Kauf von Patenten) sein. Betroffen sind nicht nur mehrwertsteuerpflichtige Gesellschaften, die grundsätzlich bezugssteuerpflichtig sind. Werden Dienstleistungen aus dem Ausland für mehr als CHF 10'000 bezogen, sind auch Privatpersonen oder nicht mehrwertsteuerpflichtige Organisationen bezugssteuerpflichtig. Quelle: Treuandsuisse Up/date Ausgabe 3/16

Revidiertes Firmenrecht

Bei der Firmenbildung gelten seit 1.7.16 für alle Gesellschaften dieselben Vorschriften. Ausser bei Einzelunternehmen besteht der Firmenname aus einem frei zu bildenden Kern, mit der Ergänzung der entsprechenden Rechtsformangabe (ausgeschrieben oder gemäss der ergänzten Handelsregisterverordnung abgekürzt). Neu wird die Ausschliesslichkeit des Firmennamens für alle Gesellschaften auf die ganze Schweiz ausgedehnt. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass der einmal gewählte Firmenname auf unbestimmte Zeit weitergeführt werden kann. Wird die Gesellschaft in eine andere Rechtsform umgewandelt, muss nur der Rechtsformzusatz geändert werden. Quelle: Treuandsuisse Up/date Ausgabe 3/16